Problematik

Fortsetzung 2/2

Neben dem grossen Nutzen für die Landwirtschaft haben die Suonen auch an touristischer Bedeutung gewonnen.

Die Sommergäste in Grächen schätzen die angenehmen Wanderungen den Suonen entlang.

Vor allem an Tagen, an welchen das Wasser fliesst, sind viele Wanderer anzutreffen. Dies ist auf den beruhigenden Charakter des fliessenden Wassers zurückzuführen.

Mit dem neu gegründeten Verein „Freunde der Suonen von Grächen“ soll die Problematik der Bewässerung und der Instandstellung der Suonen angegangen werden. Der Verein hat sich die folgenden Ziele gesetzt:

Die Problematik der Eigentumsverhältnisse der Suonen von Grächen aufzuzeigen und eine mögliche Neuregelung im Sinne der Gemeinde darzulegen.

Einen gangbaren Weg der fachlich richtigen Instandstellung und des Erhalts der Suonen zu ermitteln.

Eine Lösung für den zukünftigen Betrieb der Suonen, sowohl unter dem organisatorischen als auch unter dem finanziellen Aspekt, zu finden.

Die grösste Schwierigkeit besteht darin, die Eigentumsverhältnisse klar zu regeln. Nur wenn diese klar geregelt werden können, kann eine ganzheitliche Lösung für alle vier grossen Suonen gefunden werden.

Dass dies keine leichte Aufgabe wird, zeigt uns das Vorhaben aus dem Jahre 1989.

In diesem Jahr wurde der Versuch unternommen, die „Bineri“ und die „Drieri“ wieder in Stand zu stellen. Die Stiftung „Grechu ischi Heimat“, die Gemeindeverwaltung, der Tourismusverein und die Geteilen nahmen sich dieser Aufgabe an.

Es zeigte sich bald einmal, dass der Zustand der Suonen viel schlechter war als angenommen. Auch das Interesse der Geteilen hielt sich in Grenzen. Deshalb konzentrierten sich die Arbeitskräfte darauf, erst einmal die „Bineri“ wieder herzustellen. Am 19. Juli 1989 konnte die Suone wieder in Betrieb genommen werden.

Gleich anschliessend wurde mit der Sanierung der „Drieri“ begonnen. Bis ins Erbji haben die Geteilen vom Ried die Suone durchgehend gebraucht und entsprechend instand gehalten. Auf der Seite von Grächen wurde am 18 Mai 1991 ein offizieller „Anwärchtag“ organisiert. Die „Drieri“ war danach soweit hergestellt, dass man sie wieder benutzen konnte.

Am 8. August 1991 verschüttete der Rittigraben mit seinen gewaltigen Schuttmassen die Suonen „Bineri“ und „Drieri“.


 

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Eggeri im Loch
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Bineri auf dem Moos