Problematik

Wie bereits erwähnt, ist Grächen eine der niederschlagsärmsten Gemeinden in der Schweiz.

Die Bewässerung der Wiesen auf dem ganzen Gemeindegebiet stellt auch heute noch eine grosse Herausforderung dar.

Aufgrund der regen Bautätigkeit vor Ort wurden in den letzten  Jahren die Suonen immer wieder unterbrochen und nur teilweise oder gar nicht in Stand gesetzt. Viele der Eigentümer sind sich ihrer Pflicht nicht bewusst. Vor einigen Jahren wurde in einem Projekt die Möglichkeit geprüft, die Wiesen mit Berieselungsanlagen auszustatten. Infolge der hohen Realisierungskosten konnte dieses jedoch nicht umgesetzt werden. Deshalb werden auch heute noch mit Hilfe der Suonen die Wiesen bewässert.

Die einzelnen Suonen gehören - wie früher - den Geteilschaften. Diese sind für die Verwendung sowie Instandhaltung der Suonen verantwortlich. In den letzten Jahren haben aber einzelne Geteilschaften ihre Verantwortung nicht mehr wahrgenommen. Dies ist einerseits auf die vielen Eigentümerwechsel, andererseits auf die nachlassende Bereitschaft der Geteilen zur Ausführung der Unterhaltsarbeiten zurückzuführen: Die Geteilen mit einem eigenem Landwirtschaftsbetrieb kommen auch heute noch ihrer Pflicht nach. Geteilen mit keinem direkten Nutzen an den Suonen sehen heute keinen Vorteil, sich an den Arbeiten oder Kosten zu beteiligen.

In den letzten Jahren hat sich die Gemeinde Grächen immer wieder bereit erklärt, sich grosszügig an den Unterhaltskosten zu beteiligen. Trotzdem ist es nicht gelungen, sämtliche Suonen in einem guten Zustand zu erhalten.

Doch die Instandstellung der Suonen sind nicht das einzige Problem der Geteilschaften. Durch die vielen Handänderungen (Erbschaften, Verkäufe) ist heute zum Teil nicht mehr bekannt, welche Personen die Eigentümer der Wasserrechte sind.

 

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Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser, denn Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück.
Thales von Milet (um 625 - um 547 v.Chr.), griech. Philosoph | Zitat-Nr.: 10593
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